Workshop „Neue Gentechnik“ mit Dr. Chr. Then, Testbiotech München, Sa 17. Juni

Workshop mit Dr. Christoph Then: „Die neue (synthetische) Gentechnik:
Wie funktioniert das? Chancen? Risiken?
Ort/Zeit: Samstag, 17. Juni 2017, 10 – 16 Uhr, Ulm, Haus der Begegnung, Grüner Hof 7 http://hdbulm.de/
Ablauf: Einführung durch Chr. Then – 1. Dialog Referent-Teilnehmer – Mittagspause mit gentechnikfreiem Fingerfood-Büfett und Kaffee/Kuchen – 2. Dialog Referent-Teilnehmer mit Ausweitung auf den politischen Hintergrund mit aktuellen landwirtschaftlichen Themen
Teilnahme-Gebühr: Für Bündnismitglieder frei – für andere: 10 €
Anmeldung erforderlich! Anmeldung bis Montag, 12. Juni, bei Th. Düllmann (theo@duellmann-ulm.de / 0731/21658 / 01785647391)
Mitbringen von Fingerfood o.ä. erwünscht! Für Getränke ist gesorgt!
Veranstalter: Bündnis für eine agrogentechnikfreie Region (um) Ulm in Zusammenarbeit mit dem Haus der Begegnung Ulm. Kooperationspartner: AbL, Bioland, BUND, Ulmer Netz für eine andere Welt

→ Hier der Flyer zur Veranstaltung:Flyer Workshop neue Gentechnik

Kurze Einführung in die aktuelle Bedeutung der Thematik:
Große Heilsversprechen und Revolution
Wie schon mit der „alten“ Gentechnik verknüpfen die Befürworter der „neuen“ Gentechnik mit der synthetische Gentechnik (z.B. CRISPR-Cas u.a.) große Heilsversprechen und bezeichnen sie als „Revolution“ bzgl. Sicherung der Welternährung oder Einsparung von Spritzmitteln wie z.B. Glyphosat.

Vergleich mit konventioneller Züchtung
Die alte Gentechnik wurde von den Befürworten den Mendelschen Gesetzen gleichgestellt.  Jetzt behaupten die Befürworter eine Identität der synthetischen Gentechnik mit der konventionellen Pflanzenzüchtung.
Ablehnung einer Risikoprüfung mit Folgen für Landwirte und Konsumenten
Als Konsequenz daraus wird von den Befürwortern die Natürlichkeit und damit Harmlosigkeit der neuen Gentechnik konstatiert. Eine Risikoprüfung im Sinne des Vorsorgeprinzips der EU wird verweigert. Eine Einordnung in das Gentechnikgesetz (Abstandsregelung, Haftung für Verunreinigung) wird verhindert. Eine Kennzeichnung für den Konsumenten soll nicht stattfinden.
Bio-Patente
Wie schon bei der alten Gentechnik geraten Landwirte durch Patente in Abhängigkeit. Nachbau wird unterbunden.
In wessen Erbgut wird synthetisch eingegriffen?
Synthetische Gentechnik arbeitet am Erbgut von Pflanzen, Tieren und auch Menschen.
Das Ziel des Workshops „Neue Gentechnik“
Zunächst wird die Technik der neuen Gentechnik verständlich gemacht. Dann stehen die Anwendungsbereiche im Fokus. Aus all dem rückt die Frage nach den Chancen und Risiken und damit der Verantwortbarkeit der neuen Gentechnik in den Mittelpunkt – mit den Konsequenzen für die Politik.
Zum Referenten:
Dr. Christoph Then kommt aus der Tiermedizin und setzt sich seit Jahrzehnten für eine unabhängige Forschung im Bereich der Agrogentechnik und der Bio-Patente ein. Er gründete das Forschungsinstitut „Testbiotech“ in München und hat eine große Anzahl an Gutachten und wissenschaftlichen Beiträgen in den genannten Bereichen erarbeitet und veröffentlicht.  Ganz aktuell hat er am Gerichtshof der Europäischen Union eine Klage gegen die Importzulassung gentechnisch veränderter Sojabohnen der Firmen Bayer und Monsanto eingereicht – wegen fehlender Risikoprüfung. Dr. Christoph Then hat die Initiative „Der Gentechnik Grenzen setzen“ auf den Weg gebracht und ist als Biotechnologie-Experte ein gesuchter Interviewpartner aller öffentlichen Medien. Sein „Handbuch der Agro-Gentechnik“, 2015 im Oekom-Verlag erschienen,  ist inzwischen zum Standardwerk geworden. Zum Thema des Workshops hat er eine Handreichung zu Risiken und Problemen neuer gentechnischer Verfahren vorgelegt. Siehe auch: https://www.testbiotech.org/

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