GRÜNE GENTECHNIK IM GRUNDSATZPROGRAMM DER GRÜNEN 20. bis 22. Nov. 2020

Hier die beschlossenen Texte zum Thema „grüne Gentechnik“.

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Grüne Gentechnik im Kapitel „Landwirtschaft“ („70“): 
Eine zukunftsfähige Landwirtschaft arbeitet mit der Natur. Die wachsende Abhängigkeit von Weltmärkten mit engen, schuldengetriebenen Produktionszwängen und wenigen Großkonzernen, von Pestiziden und Saatgutpatenten gehört beendet. Es darf keine Patente auf Pflanzen und Tiere sowie deren genetische Anlagen geben. Die Zukunft gehört einer klimafreundlichen, kreislauforientierten und regional verwurzelten Landwirtschaft, die altes Erfahrungswissen mit modernen agrarökologischen Anbaumethoden, digitalen Anwendungen und nachhaltigem Wassermanagement kombiniert. Diese vielfältige Landwirtschaft produziert nicht für Märkte, sondern für Menschen, die ein Recht auf sichere, gesunde und nachhaltige Lebensmittel haben. Sie arbeitet ressourcenschonend, naturverträglich und orientiert sich am Leitbild der ökologischen Landwirtschaft mit ihren Prinzipien Tiergerechtigkeit, Gentechnikfreiheit und Freiheit von synthetischen Pestiziden. Eine solche Landwirtschaft steht für den Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft und die Vielfalt von Anbausystemen, Nutztierrassen und Pflanzensorten. Die Weidetierhaltung verdient dabei eine besondere Förderung, da sie das ökologisch wertvolle Grünland erhält und sinnvoll nutzt. Der notwendige Wandel hin zur zukunftsfähigen Landwirtschaft gelingt nur zusammen mit den Bäuerinnen und Bauern.

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Grüne Gentechnik im Kapitel „Forschung“ („153“):

In Medizin und biotechnologischen Anwendungen konnten durch die Gentechnik wichtige Fortschritte erzielt werden, während im Agrarbereich ihre Anwendung zu neuen Problemen geführt hat. Wie bei jeder Technologie muss der politische Kompass zum Umgang mit alten wie neuen gentechnischen Verfahren sein, einerseits die Freiheit der Forschung zu gewährleisten und andererseits bei der Anwendung Gefahren für Mensch und Umwelt auszuschließen. Nicht die Technologie, sondern ihre Chancen, Risiken und Folgen stehen im Zentrum. Es gilt daher, an einem strengen Zulassungsverfahren und am europäisch verankerten Vorsorgeprinzip festzuhalten. Dazu bleiben Risikoprüfungen auf umfassender wissenschaftlicher Basis und eine Regulierung nötig, die unkontrollierbare Verbreitung ausschließen und über eine verbindliche Kennzeichnung die gentechnikfreie Produktion und die Wahlfreiheit der Verbraucher*innen schützen. Entsprechend braucht es eine Stärkung der Risiko- und Nachweisforschung. Gerade im Agrarbereich soll die Forschung zu alternativen Ansätzen, die auf traditionelle und ökologische Züchtungsverfahren setzen, gestärkt werden.

!!NEU!! ONLINE-Tagung: Mit-CRISPRn oder nicht? Donnerstag, 19.11. bis Freitag 20.11.2020 in Kirchberg/Jagst

 !!NEU!! ONLINE-Tagung: Mit-CRISPRn oder nicht? Donnerstag, 19.11. bis Freitag 20.11.2020 in Kirchberg/Jagst
Die Informationsveranstaltung zu den neuen Gentechniken „Mit-CRISPRn oder nicht?“ als Online-Tagung – wir begreifen die Krise als Chance!
Wir möchten gerade in dieser besonderen Zeit Wissenstransfer und Austausch mit Expert*innen zu diesem wichtigen und aktuellen Thema ermöglichen. Angemeldete Teilnehmer*innen erhalten per Live-Streaming barriere- und kostenfrei Zugang zum Geschehen. Mitwirken ist erwünscht – alle Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Fragen und Statements einzubringen.
Die neuen Gentechniken, auch Genome Editing genannt, drängen in die Labore, in die Pflanzenzüchtung, und vielleicht auch bald auf unsere Äcker und Teller. Insbesondere die Frage, ob und wie die neuen Gentechnik-Verfahren reguliert und gekennzeichnet werden, wird sehr kontrovers diskutiert. Im Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken, Regulierung oder Freisetzung ohne Kontrolle und Verwendung ohne Kennzeichnung ist es wichtig zu wissen, wovon die Rede ist, um einen Standpunkt zu entwickeln. Die Tagung bietet Gelegenheit, sich nicht nur umfassend zu den neuen Techniken zu informieren, sondern auch kritisch mit Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft zu diskutieren und sich zu vernetzen.

Alles Weitere, vor allem das Zeitfenster der Tagung, hier: https://www.schloss-kirchberg-jagst.de/index.php/akademie-schloss-kirchberg/tagungen/gentechniken

AGRARWENDE JETZT! Freitag, 11.09.2020, 17.30 Uhr, Ulm Münsterplatz

AGRARWENDE JETZT!
Aus den Erfahrungen der letzten Monate fordern AbL-BW, BUND, GREENPEACE und GENFREI-BÜNDNIS eine radikale Erneuerung von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.
Hier ein 30minütiges Video über die ganze Veranstaltung: https://youtu.be/SdgSu9oqONY
Hier ein 11 minütiges Video nur mit der Rede von Franz Häußler, Bioland-Landwirt, Vorstand AbL BW und Bündnissprecher: https://www.youtube.com/watch?v=fpBD1ROHrVA
                                           — Großer Dank an Konrad Sedding! —
Hier ein Mini-Pressebericht der Ulmer SWP: SWP 12.09.20.jpg
Hier ein ausführlicher SWP-Bericht vom 14.09.20: SWP Klares Nein zu Tierfabriken

HAUPTREDNER: Franz Häußler, BW-AbL-Vorstand, Bioland-Landwirt und Genfrei-Bündnissprecher Weiterlesen

Dr. Angelika Hilbig im Interview: „Genome Editing: »Diese Branche lebt davon, viel Schaum zu schlagen«“

Dr. Angelika Hilbig im Interview: „Genome Editing: »Diese Branche lebt davon, viel Schaum zu schlagen«“
Das mehrseitige Interview in „Spectrum.de“ bearbeitet im Grunde alle wesentlichen Fragen zum Thema „neue Gentechnik“ und empfiehlt sich als eine ausgezeichnete Grundlagenlektüre auf hohem, aber bestens verständlichem wissenschaftlichen Niveau. Dieses Interview ist sozusagen ein „muss“.
Hier das ganze Interview als pdf A. Hilbeck Interview 07 20 oder als Link.

Sa 07.03. 20 h Ehingen-Berg: Prof. Andrioli wieder in der Region! Brasilien und EU aktuell………..

Antonio Andrioli
Brasilien-EU aktuell: Gentechnik – Waldbrände – Pestizide – Mercosur
Baden-Württemberg aktuell: Das Insektensterben und das Eckpunktepapier der grün-roten Landesregierung
Referent: Professor Dr. Antônio Andrioli (Brasilien/Deutschland)
Co-Referent: Harald Ebner MdB Bündnis 90 / Die Grünen
Samstag, 07. März 2020 – 20 Uhr – Ehingen-Berg „Rose“
Veranstalter: Bündnis für eine agrogentechnikfreie Region (um) Ulm, Bund, AbL, Harald Ebner MdB (Bündnis 90 / Die Grünen)
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> Hier das Kurz-Video zu Prof. Andriolis Universität in Brasilien: https://www.youtube.com/watch?v=dwdyP_y41-U&t=16s
> Hier der Text des Vortrags von Prof. Andrioli Vortrag Andrioli Ehingen 07.03.2020
> Hier das Video (dank K. Sedding) mit Harald Ebner: https://youtu.be/IAOOX2GRFco
> Hier das Video (dank K. Sedding) mit Prof. Andrioli: https://www.youtube.com/watch?v=HA4fikiVvfs
> Hier der Bericht der Schwäbischen ZeitungSchw. Ztg. Ehingen 13.03.2020
> Hier der Bericht der SüdwestpresseSWP Ehingen 11.03.2020
> Weitere Links zu Prof. A. Andrioli:
>> SZ-Interview 09.03.2020: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/reder-wir-ueber-die-fatalen-folgen-der-handelsdeals-1.4838380
 >> 6-Minuten Rede bei WHES 2020: https://www.youtube.com/watch?v=2QlLjx64QDc
>> Verleihung des BN-Umweltpreises 2020 an Prof. Andrioli:    https://www.youtube.com/watch?v=gBNDDDY6huY

 > Kurzinfo zu Prof. Andrioli:
Professor Andrioli ist Mitbegründer der Universität UFFS (Universidade Federal da Fronteira Sul), die sich schwerpunktmäßig mit nachhaltiger Landwirtschaft und Agrarökologie beschäftigt.
Bis Herbst 2017 arbeitete er für die brasilianische Regierung als Berater zum Thema
Gentechnik. Momentan forscht er am Rachel Carlson Center in München zu den
ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen von Gentechnik und Pestiziden.

Prof. Antônio Andrioli wurde im Januar der Bayerische Naturschutzpreis vom BN verliehen.
> Ausführlicheres im Flyer Flyer Andrioli A4 07.03.20

Ulm – (k)eine blühende Stadt? Wird Baden-Württemberg Vorreiter beim Artenschutz? 18. Febr. 20, 20 Uhr Stadthaus Ulm

Ulm – (k)eine blühende Stadt? Wird Baden-Württemberg Vorreiter beim Artenschutz?

2 Referenten im Dialog: Georg Krause erfolgreicher Stadtbiologe und Grünplaner im Amt für Stadtentwicklung und Hochbau in Donzdorf Tobias Miltenberger ProBiene und „Macher“ des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ in BW

Das 2018 gegründete regionale Bündnis für Artenvielfalt will zwei deutliche Fragen setzen: Wie weit ist auf kommunaler Ebene (hier z.B. Ulm), wie weit ist auf Landesebene der Kampf gegen das Artensterben und für blühende Städte und Landschaften vorangekommen? Dafür stehen die beiden Referenten. Der politische Kontext ist das Aktionspapier der grün-schwarzen Landesregierung als Gesetzesvorlage im Landesparlament.

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Premiere in Dornstadt: SAATGUTMARKT Sa 11. Jan. 2020

Premiere in Dornstadt: SAATGUTMARKT
Dornstadt – Bürgersaal, Sa 11. Januar 2020, 10 – 17 Uhr
Eintritt frei – Spenden erwünscht! Für’s leibl. Wohl ist gesorgt!
Eröffnung und Begrüßung: 10 Uhr
Vortrag 11 Uhr: „Was tun gegen Insekten- und Vogelsterben?“ mit
Sabine Brandt, Diplombiologin, NABU Geschäftsführerin Biberach

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Prof. Séralini: Neueste Ergebnisse der Glyphosat-Forschung Mo 18.11., 20 Uhr Ehingen-Berg „Rose“

Prof. Gilles-Eric Séralini: Neueste Ergebnisse der Glyphosat-Forschung,
Roundup ist nicht gleich Glyphosat: Wie uns die Industrie mit der Glyphosatdiskussion an der Nase herumgeführt hat – und: Pestizide kann man schmecken
Montag, 18.11. 2019, 20 Uhr, Ehingen-Berg, „Rose“
Veranstalter: AbL, BUND-Ehingen, Genfrei-Bündnis, Bioland u.a. Diese Veranstaltung wird von der Berg-Brauerei unterstützt!
Hier als Ergänzung und Vertiefung das von Prof. Séralini zitierte EuGH-Urteil vom 04.10.2019: EuGH 04.10.2019
Hier ein Überblick zum Thema RoundUp / Glyphosat: Überblick Glyphosat 10.11.19

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Aus Liebe zum Überleben – Doku-Film von Bertram Verhaag

Achtung: Der Film wird nochmals im Obscura gezeigt:
Freitag, 01. November um 15.00 Uhr und Sonntag, 03. November um 15.00 Uhr

AUS LIEBE ZUM ÜBERLEBEN
Reise zu acht mutigen Bio-Bauern: Sonntag, 27. Oktober, 11.30 Uhr, Obscura (Roxy) in Ulm –  mit anschl. Diskussion

Der Kino-Dokumentarfilm „Aus Liebe zum Überleben“ greift gleich mehrere aktuelle Zukunftsthemen auf, die in der Öffentlichkeit stark diskutiert werden:
Wie kann das Inseken- und Vögelsterben gestoppt werden? Welche Art der Landwirtschaft kann den Klimawandel abbremsen? Welche Lebensmittel sind die gesünderen? Welche Landwirtschaft respektiert am ehesten und artgerecht das Leben der Tiere? Weiterlesen