TTIP, CETA, TiSA ….

StopTTIP_kleinSeit Februar 2014 tragen wir das Thema „TTIP“ in die Öffentlichkeit. Im August 2014 ist das regionale Bündnis „STOP TTIP Alb Donau Iller“ gegründet worden, in dem unser Bündnis Mitglied ist. Unser Bündnissprecher Theo Düllmann ist auch dort einer von vier Bündnissprechern. Hier der Link: www.stop-ttip-adi.de

Sylvia Leibing und Georg Weith vorm Münstertum

(Foto: Konrad Sedding – siehe auch Fotostrecken und Berichte unten)
Sa 18. April 2015 in Ulm:
„GEMEINWOHL HAT VORFAHRT“
„WER TTIP SÄT, WIRD GENTECHNIK ERNTEN!“
Globaler Aktionstag „STOP TTIP“ – allein an 200 Ortein in Deutschland

 Hier die Rede von unserm Bündnissprecher Franz Häußler:

 Liebe Mitstreiterinnen, liebe Mitstreiter, liebe wache Mitdenker,
Geht es euch auch so?
Man will eigentlich gar nicht wahr haben,
  • dass irgendjemand diesen TTIP-Verlockungen Glauben schenken könnte
  • dass nach den Erfahrungen mit anderen Freihandelsabkommen wie NAFTA in Nordamerika, die Befürworter sich überhaupt noch trauen, von Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze zu reden
  • dass sie wie wachstumsbesoffen von Wirtschaftszuwächsen schwärmen und nicht wahrhaben wollen, dass diese Lügen schon wie ein Kartenhaus in sich zusammenfielen.
Welche Märchengeschichten versprechen sie uns doch?
Uns Bauern verheißt die Politik mit TTIP nach dem Wegfall der Milchquote eine Entlastung durch den transatlantischen Freihandel.
Übergroße Milchmengen, die jetzt zu erwarten sind, sollen in Zukunft als guter europäischer Käse in die USA exportiert werden können.
HäusslerMan stelle sich das mal vor:
Europa importiert aus den Hungerländern Südamerikas Millionen Tonnen gentechnisch verändertes Futtermittel, produziert hier mit der Problematik von Überdüngung von Böden und Gewässern Unmengen von Molkereiprodukten und Käse und muss diese dann in den USA entsorgen. Gerade dort wo die meisten überernährten Menschen leben.
Geht es noch absurder?
Dass kann es nicht sein!
Wir Bauern und das Bündnis für eine Gentechnikfreie Region für die ich hier heute stehe und rede, (wir) waren schon einmal hier auf dem Münsterplatz mit unseren Schleppern.
Es war im Jahre 2009 zu der Großveranstaltung „Vielfalt ernährt die Welt“.
Wir haben auf eindrucksvolle Weise demokratisch mitgewirkt, dass Agrogentechnik in Europa keinen Fuß auf den Acker bekommt.
Jetzt sind wir wieder hier, denn es droht die Gentechnik durch die TTIP-Hintertür: heimlich, unheimlich, noch undemokratischer, noch fieser.
Ihr Herren Lobbyisten, ihr Herren Politiker und Minister, wir wissen das und wir lassen das nicht zu.
Ihr begründet das TTIP-Konstrukt mit Harmonisierung von Standards.
Tatsächlich geht es nur um Senkung von Standards, um Machtkonzentration von Konzernen um Fressen oder gefressen werden.
Senkung von Standards bedeutet in der Realität Aufweichung des Vorsorgeprinzips, Vereinfachung der Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen, ohne Risikoprüfung und ohne Kennzeichnung.
HäusslerWahlfreiheit sowohl bei Saatgut und Lebensmitteln gäbe es nicht mehr.
Genau das zerstört die Grundlagen unserer Demokratie.
Beispielhaft steht der vorauseilende TTIP-Gehorsam unserer Bundesregierung.
Sie befördert die Zulassung einer neu konstruierten Genrapssorte aus den USA für den EU-Markt, und das ohne Auflagen.
Ganz nach dem Motto: Was in den USA zugelassen wurde, kann auch in der EU ohne wissenschaftliche Risikoprüfung durchgedrückt werden.
So funktioniert Harmonisierung, so funktioniert TTIP:
Konzerne mästen, Demokratie schröpfen!
Wir Bauern haben viel zu verteidigen, unsere Unabhängigkeit, unsere Freiheit, unsere Familien, unsere Höfe, unsere Dorfkultur, unsere bäuerliche Kultur.
Eigentlich, Herr Landwirtschaftsminister Schmidt, wäre das auch ihre Aufgabe.
Aber wo sind Sie denn, wo stehen Sie?
Letztendlich reduziert sich diese Auseinandersetzung auf die
Banküberfall-Frage: Geld oder Leben?
Ich fordere alle politischen Entscheidungsträger auf: Entscheiden sie sich für das Gemeinwohl und für das Leben! Entscheiden sie sich gegen die Allmacht des Geldes und gegen TTIP!

Dankeschön

Rede von Franz Haeussler
Hier der Link zu zu der „Fotostrecke“ von Konrad Sedding
→ Hier die Fotostrecke der SWP
→ Hier der Beitrag aus der SWR-Landesschau 18. April
→ Hier die Fotostrecke von Spiegel Online
Hier die Neu-Ulmer Zeitung „Signale in Richtung New York“
Hier die SWP „TTIP treibt Tausende auf die Straße“
Hier die SWP „1200 protestieren in Ulm gegen TTIP“

 

Weiterlesen

Gentechnikfreie und regionale Futtermittel – ein Erfolgsrezept für die Zukunft?

Referent:

Bernhard Stoll, Geschäftsführer Raiffeisen-Kraftfutterwerk Kehl

Mittwoch, 22. Januar 2014, 19.30 Uhr, Gasthof Hirsch in Dellmensingen (Erbach)
Bernhard Stoll ist als Sohn einer Landwirtsfamilie mit der Landwirtschaft aufgewachsen und tief in ihr verwurzelt. Nach einem agrarwissenschaftlichen Studium und einer kaufmännischen Zusatzsausbildung übernahm er, nach einigen Jahren beruflicher Tätigkeit bei der ZG Raiffeisen eG im Jahr 1994 die Geschäftsführung des Raiffeisen Kraftfutterwerks in Kehl.
Er sagt über sich selbst: „Ich sehe es als meine Aufgabe an, unser Unternehmen als leistungsfähigen Partner der Landwirtschaft weiter zu entwickeln. Alle Entwicklungen sind langfristig mit Blick in die Zukunft angelegt. Dementsprechend haben meine Mitarbeiter und ich unser Unternehmensleitbild geprägt.

Weiterlesen

Gratulation: Neues Qualitäts-Label für Fleisch in Ulm – ohne Gentechnik!

Ulm – 14. Sept. 2013: Gesundes Fleisch aus der Umgebung zum erschwinglichen Preis: Dafür steht das neue Gütesiegel „Ulmer Land“ – natürlich ohne Gentechnik -, dem sich bisher sechs Metzger angeschlossen haben. Am Freitag 13. Sept. 2013 – war Präsentation.
Hier ein wichtiges Qualitätsmerkmal des Gütesiegels „Ulmer Land“:
Zur umweltschonenden, artgerechten Tierhaltung gehört weiter, dass die Tiere mehr Fläche im Stall haben, und sie werden langsamer als in konventioneller Produktion gezüchtet. Für die Fütterung wird überwiegend hofeigenes Futter verwendet. Gentechnik ist bei der Aufzucht wie bei der Fütterung verboten.
Weiterlesen

Unsere Fragen an Frau Schavan vor der Bundestagswahl 4. Aug. 2013

Offener Brief des Bündnisses an Frau Schavan 4. Sept. 2013 siehe hier:

Offener Brief an Frau Schavan 04.09.2013

Hier Frau Schavans Antwort vom 30. August 2013:

Sehr geehrte Frau Glöckle, sehr geehrter Herr Düllmann,
meine Positionen zur Grünen Gentechnik können Sie an meinem politischen Handeln
erkennen:
1. Ich habe mit Horst Seehofer in der Zeit der großen Koalition das geltende Gesetz
zur grünen Gentechnik erarbeitet und im Parlament dafür eine überwältigende
Mehrheit bekommen. Zu diesem Gesetz stehe ich auch heute voll und ganz.
Weiterlesen