Glyphosat: Jetzt wird es ernst! Die EU-Kommission will es erneut zulassen!

Glyphosat verbieten, Mensch und Umwelt schützen!

Am 7. März – deutlich früher als geplant – sollen die EU-Staaten über die Wiederzulassung des Pestizids Glyphosat für mindestens weitere zehn Jahre abstimmen. Wir haben Informationen über die bisher noch geheime Entscheidungsvorlage der EU-Kommission zugespielt bekommen – und sind entsetzt: Glyphosat soll einen Freispruch erster Klasse erhalten; keine der Gefahren, die Glyphosat bisher attestiert wurden, taucht in der Genehmigungsvorlage auf.

Die europäische Behörde EFSA hatte bereits vor Monaten die Bewertung der Weltgesundheitsorganisation von Glyphosat als “wahrscheinlich krebserregend beim Menschen” ignoriert. Und auch die alarmierende Einschätzung des Umweltbundesamtes, das Pestizid trage entscheidend zum Verlust der biologischen Vielfalt und zum Artensterben bei, wird in der Beschlussvorlage der EU bewusst ignoriert, obwohl selbst die EFSA diese Auffassung teilte. Die Gefahren von Glyphosat werden verschwiegen, kritische wissenschaftliche Befunde fallen unter den Tisch.

Die Bundesregierung muss jetzt mindestens darauf bestehen, dass die Umweltgefahren im Wiederzulassungsbescheid stehen und Mitgliedstaaten auf dieser Grundlage Reduktionsziele und Anwendungsbeschränkungen erlassen.

Helfen Sie uns, Mensch und Umwelt vor diesem gefährlichen Pestizid zu schützen! Schreiben Sie jetzt hier an die Bundesregierung!

Hier der Link zum BUND und zur Unterschrift: https://www.bund.net/index.php?id=18866

Gottfried Härle: Auswirkungen von TTIP auf kleine und mittlere Unternehmen, 9. März, 20 Uhr, Ulmer Stuben

“Auswirkungen von TTIP auf kleine und mittlere Unternehmen”
Podiumsdiskussion mit Gottfried Härle, Bierbrauer aus Leutkirch, Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm, Vertreter der KWK Ulm N.N., Moderation N.N.

Zusammen mit dem Bündnis STOP-TTIP-Alb-Donau-Iller haben wir den Bierbrauer Gottfried Härle aus Leutkirch nach Ulm eingeladen. Mitit Ulrich Zimmermann von der Berg-Brauerei Ehingen hat er die Initiative “Brauer mit Leib und Seele” gegründet und in regionalen Gaststätten 2008 über 30.00 Unterschriften gegen grüne Gentechnik gesammelt.Gottfried-Haerle_max188

G. Härle ist Mitinitiator des Aufrufs “KMU gegen TTIP”: „Als Familienunternehmer und qualitätsorientierter Brauer bin ich essentiell auf gentechnikfreies, regionales Braugetreide angewiesen. Wenn mit TTIP die Gentechnik in Deutschland Einzug hält, wie das die amerikanischen Agrarkonzerne wollen, bedroht das nicht nur mein Unternehmen, sondern das Geschäftsmodell unserer ganzen Branche.“

Weitere Informationen über die Ulmer Veranstaltung und den Aufruf der Klein- und Mittelstandunternehmer (KMU): siehe Härle Flyer
siehe Clipping KMU gegen TTIP Auszug

Dr. Angelika Hilbeck: GRÜNE GENTECHNIK & AGRARÖKOLOGIE – ZIELKONFLIKTE UND KONTROVERSEN

Dienstag, 26. Januar 2016, 20 Uhr, EinsteinHaus (vh ulm), Kornhausplatz 5 Tiefgarage in der Nähe
Eintritt frei. Um Spenden zur Deckung der Kosten wird gebeten.
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bündnis für eine agrogentechnikfreie Region (um) Ulm, BUND, vhulm
angelika-hilbeck
→ Hier die PowerPointPräsentation des Ulmer Vortrags als pdf: vortrag_hilbeck_2016
Hier der SWP-Bericht vom 28.01.2015 “Artenvielfalt liegt komplett im Argen” – Angelika Hilbeck über industrielle Landwirtschaft – mit ZITAT DES TAGES:
“Wir wringen die Erde aus”
Dr. Angelika Hilbeck. Die Agrarökologin von der ETH Zürich warnte bei einem Vortrag in der Ulmer vh davor, dass der Erdball jetzt schon stark ausgebeutet werde von der industriellen Landwirtschaft
Infos über die Referentin und die Veranstaltung:
Dr. Angelika Hilbeck, Agrarbiologin an der ETH Zürich, ist eine ausgewiesene Expertin im Bereich Biodiversität und unerwünschten Folgen von gentechnisch veränderten Pflanzen.
→ Sie ist Mitglied des Vorstands der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW).
→ Sie ist Vorsitzende des European Networks of Scientists for Social and Environmental Responsibility (ENSSER).
→ Sie war beteiligt an der Entstehung des Weltagrarberichts 2008 ((IAASTD)
→ Sie hat bereits für die Weltgesundheitsorganisation sowie für das Bundeslandwirtschaftsministerium gearbeitet.
→ Sie ist Mitglied im Stiftungsrat von BROT FÜR ALLE (Schweiz).
Weitere Infos:
Hilbeck-Flyer A5
→ „Agrogentechnik wird der Komplexität der Lebewesen nicht gerecht“ –
Interview mit Dr. Hilbeck Febr. 2015
→ 25minütiges Referat (youtube) anlässlich der Tagung “Hunger, Wut & Wandel” von BROT FÜR ALLE  am 11.9.2015 im Haus der Religionen in Bern. Hier kann man’s anschauen, und dazu noch die PPP.
Worum geht’s in Dr. Hilbecks Vortrag?
           Die grüne Gentechnik ist seit Jahrzehnten in der Kritik. Während die Befürworter keinerlei Risiken sehen, sehen die Kritiker ihre Vorhersagen bestätigt. Der Einsatz von Agrarchemikalien wie z.B. Glyphosat nimmt weiterhin zu, begleitet von ungebremstem Biodiversitätsverlust und Verlust an Ökosystem-Dienstleistungen. Die grüne Gentechnik versprach dies alles zu lösen.
           Was sind die Gründe für die diametral unterschiedlichen Einschätzungen von Expertengremien? Welche Werterahmen und Zukunftsvisionen liegen den Kontroversen und Konflikten zugrunde?
            Diese Fragen wird der Vortrag versuchen zu erläutern und gemeinsam mit dem Publikum diskutieren.

16. Jan. 2016 Berlin Großdemo “Wir haben es satt”

Bündnisvertreter in Berlin 16.01.2016

→ Worum es geht? Hier die Rede von Jochen Fritz auf der Pressekonferenz der Lebensmittelwirtschaft 2016 Worum es geht

→ Weitere interessante Fotos, auch von den Teilnehmern aus der Region, auf der Homepage der BI Wippingen

→ Eine ausführliche Medien-Zusammenfassung mit vielen Kurz-Videos und Stellungnahmen (z.B. Prof. H. Weiger, BUND-Vorsitzender) auf der HP von “Wir haben es satt”

Glyphosat und die Folgen für Mensch, Tier und Boden. Die Glyphosat-Expertin Prof. em. Monika Krüger im Dialog mit Landwirten und Konsumenten

→ Hier eine Kurz-Info: “WHO-Experten stufen Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein….”
Hier der Ulmer Vortrag von Prof. Krüger als pdf: Krüger Ulm 04.11. 2015
→ Hier die neueste Glyphosat-Information:“Gift im Acker” – 45minütige WDR-Doku 45
→ Hier die Wiener Studie: Glyphosat-Alarm für Regenwürmer
Bericht deutscher Behörden zu Glyphosat hat “schwerwiegende Mängel”; vor allem die 
    Behauptungen zur Sicherheit in den Bereichen Genotoxizität und Krebserregung….
→ Hier Fotos, Tondokus und kleine Videos von der VA mit Prof. Krüger: Anti-Gen Wippingen
Bereits fünf Baumärkte nehmen Glyphosat aus den Regalen!
Toxische Wirkung von Herbizidmischungen in gentechnisch veränderten Sojabohnen

Glyphosat und die Folgen für Mensch, Tier und Boden
Die Glyphosat-Expertin Prof. emer. Monika Krüger im Dialog
mit Landwirten und Konsumenten
Mittwoch 4. November 2015, 20 Uhr
Einstein-Haus (vh) Ulm, Club Orange, Kornhaus-Platz 5, Müller-Tiefgarage
Hier der Flyer zur VA: kruegerFlyer A

Unser Bündnismitglied Gunter Ochs verstorben

Unser Bündnismitglied Gunter Ochs ist nach langem Leiden am 11. August verstorben.

Gunter O heller

Foto Th.D. 2007

Gunter Ochs war von Anfang an aktives Mitglied unseres Bündnisses und hat mit vielen kritisch-konstruktiven und vor allem praktikablen Beiträgen die Ziele unseres Bündnisses unterstützt. Unvergessen bleibt – um nur ein Beispiel herauszugreifen – sein Engagement bei “Vielfalt ernährt die Welt” im September 2009. Dort hatte er sozusagen den gesamten Bereich der (Ab)-wasser- und Stromversorgung auf dem Münsterplatz fest und zuverlässig im Griff. Mit Gunter haben wir ein Vorbild verloren. Hier meine Gedenkrede für G. Ochs 14.08.2015, die ich anlässlich der kirchlichen Trauerfeier gehalten habe. Th.D.

Aus der Todesanzeige: “Freuet euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.” (Lukas 10,20)


Unsere aktuellen Themen – ein Überblick

Unser Sojabauer D. Leibing

Unser Bündnismitglied Dieter Leibing aus Ballendorf baut seit 2014 relativ erfolgreich Bio-Soja an; hier beim Bündnis-Sommerfest 2015 auf seihnem Soja-Feld (Foto: Konrad Sedding). Siehe auch “Gentechnikfreie Eiweißinitiativen” unten in diesem aktuellen Themen-Überblick.

Auch das Jahr 2015 macht deutlich, wie stark unser Engagement für eine agrogentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft eingebunden ist in die Grundlagen des Lebens hier in der Region, in Deutschland, in der EU und weltweit. Und darum sind dies unsere aktuellen Themen:
  • TTIP = Agrogentechnik durch die Hintertür und damit Herrschaft von Konzernen über die gesamte Ernährungskette?
  • GVO-Anbauverbot in Deutschland (“Opt Out”) – die Bundesregierung stemmt sich nach wie vor dagegen.
  • Freifahrtschein für den methodisch neuen Gen-Raps der US-Firma Cibus?
  • Glyphosat: “Gift und Geld!”
  • Gentechnikfreie Eiweißinitiativen als wichtiger Bestandteil beim Kampf gegen Gentechnik auf dem Acker und dem Teller!
  • TTIP = Agrogentechnik durch die Hintertür und damit Herrschaft von Konzernen über die gesamte Ernährungskette?
    Unser Bündnis beschäftigt sich seit ca. 2 Jahren mit dem Thema “Freihandel”, trägt dieses Thema seit Jan. 2014 mit Veranstaltungen in die Öffentlichkeit, ist Gründungsmitglied des regionalen STOP-TTIP-Bündnisses Alb-Donau-Iller, prägt damit die Arbeit dieses Bündnisses mit und war an allen bisherigen öffentlichen Veranstaltungen wesentlich beteiligt, u.a. auch mit Redebeiträgen und ‘demonstrationsfreundlichen’ Bulldogs. Ganz aktuell: In den TTIP-Verhandlungen sieht die US-Seite – so das “Fruchtportal” – nach wie vor den freien Handel mit gvo-Organismen gefährdet, ist also nicht bereit, gerade auf diesen freien Handel zu verzichten und damit unsere Standards anzuerkennen. Siehe insgesamt dazu die ausführliche TTIP-Themenseite unten auf unserer HP, insbesondere die Rede von unserem Bündnissprecher Franz Häußler.
  • GVO-Anbauverbot in Deutschland (“Opt Out”) – die Bundesregierung stemmt sich nach wie vor dagegen. Die große Koalition in Berlin hat laut Koalitionsvertrag versprochen, die Kennzeichnung von gvo-Lebensmitteln (Fleisch-, Ei-, Milch-Produkte) durchzusetzen und den Anbau von gvo-Pflanzen zu verbieten. Geschehen ist nichts. Im Gegenteil: Die Bundesregierung verhindert bis heute ein durch EU-Recht abgesichertes Anbauverbot für gvo-Pflanzen in Deutschland (“Opt-Out”). Man könne sich höchstens ein Anbauverbot auf Bundesländerebene vorstellen, heißt es. In Österreich ist das landesweite Verbot bereits beschlossen. Siehe hierzu auch die laufend aktualisierte rechte Info-Spalte auf dieser HP.
  • Freifahrtschein für den methodisch neuen Gen-Raps der US-Firma Cibus? Die Aussaat dieser gvo-Rapssorte ist in der EU und damit auch in Deutschland vorerst vom Tisch – dank eines vielfachen Engagements von NGOs in der EU und in Deutschland. An dieser Stelle zeigt sich, wie effizient unsere Vernetzung mit überregionalen Bündnissen, Umweltinstituten, Umweltorganisationen und Umweltkampagnen ist, z.B. dem Umweltinstitut München, Dr. Christoph Then mit TestBiotech, dem BUND, Campact, der ABL, Bioland, Naturland, Demeter, dem Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in BW u.v.a.
  • Glyphosat: “Gift und Geld!” (SZ vom 17. Juli 2015). Nicht nur über die herbizidresistenten Genpflanzen (zB. Gen-Soja) der großen Agrochemiekonzerne ist das Pflanzengift “Glyphosat” zum weltweiten Verkaufsschlager vor allem für Monsatono geworden – und das ohne Rücksicht auf die verheerenden Folgen für die Gesundheit der Menschen, der Tiere und auch der Umweltschäden für den Ackerboden und das Grundwasser. Laut Weltgesundheitsorganisation löst das Herbizid Glyphosat wahrscheinlich Krebs aus. Dieses Jahr wird in der EU entschieden, ob das am häufigsten verwendete Herbizid Glyphosat zugelassen bleibt. Ende Juli sind die Chancen für ein Verbot massiv gestiegen: Die Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichte eine Studie, die belegt, dass Glyphosat beim Menschen wahrscheinlich Krebs auslöst. “Jetzt muss Agrarminister Christian Schmidt endlich dafür sorgen, dass Glyphosat EU-weit verboten wird” (Campact). Das dem Landwirtschaftsministerium untergeordnete BfR (Bundesinistitut für Risikibewertung) ist federführend für die EU-Entscheidung in Brüssel und bewertete bei seiner Entscheidung Leserbriefe von Monsanto-Mitarbeitern als “wissenschaftliche Studien”. Auch gegen diesen unglaublichen Monsanto-Lobbyismus aufs Staatsebene wehren wir uns. N.B.: Der US-Konzern macht die Hälfte seines Umsatzes mit Glyphosat. Knapp 3,9 Milliarden Dollar entfallen auf glyphosat-haltige Mittel und weitere 4,6 Milliarden Dollar auf glyphosat-resistentes Gentechnik-Saatgut (Dr. Chr. Then in der SZ vom 17. Juli 2015.) Unser Bündnis hat die bekannte Glyphosat-Expertin Prof. M. Krüger erneut nach Ulm eingeladen, um zusammem mit einem Mediziner die gesundheitlichen Auswirkungen von Glyphosat in einem Podiumsgespräch zu thematisieren – incl. der medizinischen Möglichkeiten, die eigene Gesundheit vor Glyphosat zu schützen.
  • Gentechnikfreie Eiweißinitiativen als wichtiger Bestandteil beim Kampf gegen Gentechnik auf dem Acker und dem Teller! Minister Bonde (BW) konnte Ende Juli mitteilen, “dass der Sojaanbau in Baden-Württemberg im Vergleich zum vergangenen Jahr verdoppelt wurde….Die Eiweißinitiative des Landes ist ein wichtiger Beitrag, die gentechnikfreie Landwirtschaft in Baden-Württemberg auch für die Zukunft zu sichern… Die Initiative ist von großer Bedeutung, wenn es darum geht, das Land unabhängiger von Importen gentechnisch veränderter Futtermittel aus dem Ausland zu machen“. Im Oktober trifft sich übrigens die “Donau-Soja-Konferenz” in Ulm.

TTIP, CETA, TiSA ….

StopTTIP_kleinSeit Februar 2014 tragen wir das Thema “TTIP” in die Öffentlichkeit. Im August 2014 ist das regionale Bündnis “STOP TTIP Alb Donau Iller” gegründet worden, in dem unser Bündnis Mitglied ist. Unser Bündnissprecher Theo Düllmann ist auch dort einer von vier Bündnissprechern. Hier der Link: www.stop-ttip-adi.de

Sylvia Leibing und Georg Weith vorm Münstertum

(Foto: Konrad Sedding – siehe auch Fotostrecken und Berichte unten)
Sa 18. April 2015 in Ulm:
“GEMEINWOHL HAT VORFAHRT”
“WER TTIP SÄT, WIRD GENTECHNIK ERNTEN!”
Globaler Aktionstag “STOP TTIP” – allein an 200 Ortein in Deutschland

 Hier die Rede von unserm Bündnissprecher Franz Häußler:

 Liebe Mitstreiterinnen, liebe Mitstreiter, liebe wache Mitdenker,
Geht es euch auch so?
Man will eigentlich gar nicht wahr haben,
  • dass irgendjemand diesen TTIP-Verlockungen Glauben schenken könnte
  • dass nach den Erfahrungen mit anderen Freihandelsabkommen wie NAFTA in Nordamerika, die Befürworter sich überhaupt noch trauen, von Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze zu reden
  • dass sie wie wachstumsbesoffen von Wirtschaftszuwächsen schwärmen und nicht wahrhaben wollen, dass diese Lügen schon wie ein Kartenhaus in sich zusammenfielen.
Welche Märchengeschichten versprechen sie uns doch?
Uns Bauern verheißt die Politik mit TTIP nach dem Wegfall der Milchquote eine Entlastung durch den transatlantischen Freihandel.
Übergroße Milchmengen, die jetzt zu erwarten sind, sollen in Zukunft als guter europäischer Käse in die USA exportiert werden können.
HäusslerMan stelle sich das mal vor:
Europa importiert aus den Hungerländern Südamerikas Millionen Tonnen gentechnisch verändertes Futtermittel, produziert hier mit der Problematik von Überdüngung von Böden und Gewässern Unmengen von Molkereiprodukten und Käse und muss diese dann in den USA entsorgen. Gerade dort wo die meisten überernährten Menschen leben.
Geht es noch absurder?
Dass kann es nicht sein!
Wir Bauern und das Bündnis für eine Gentechnikfreie Region für die ich hier heute stehe und rede, (wir) waren schon einmal hier auf dem Münsterplatz mit unseren Schleppern.
Es war im Jahre 2009 zu der Großveranstaltung „Vielfalt ernährt die Welt“.
Wir haben auf eindrucksvolle Weise demokratisch mitgewirkt, dass Agrogentechnik in Europa keinen Fuß auf den Acker bekommt.
Jetzt sind wir wieder hier, denn es droht die Gentechnik durch die TTIP-Hintertür: heimlich, unheimlich, noch undemokratischer, noch fieser.
Ihr Herren Lobbyisten, ihr Herren Politiker und Minister, wir wissen das und wir lassen das nicht zu.
Ihr begründet das TTIP-Konstrukt mit Harmonisierung von Standards.
Tatsächlich geht es nur um Senkung von Standards, um Machtkonzentration von Konzernen um Fressen oder gefressen werden.
Senkung von Standards bedeutet in der Realität Aufweichung des Vorsorgeprinzips, Vereinfachung der Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen, ohne Risikoprüfung und ohne Kennzeichnung.
HäusslerWahlfreiheit sowohl bei Saatgut und Lebensmitteln gäbe es nicht mehr.
Genau das zerstört die Grundlagen unserer Demokratie.
Beispielhaft steht der vorauseilende TTIP-Gehorsam unserer Bundesregierung.
Sie befördert die Zulassung einer neu konstruierten Genrapssorte aus den USA für den EU-Markt, und das ohne Auflagen.
Ganz nach dem Motto: Was in den USA zugelassen wurde, kann auch in der EU ohne wissenschaftliche Risikoprüfung durchgedrückt werden.
So funktioniert Harmonisierung, so funktioniert TTIP:
Konzerne mästen, Demokratie schröpfen!
Wir Bauern haben viel zu verteidigen, unsere Unabhängigkeit, unsere Freiheit, unsere Familien, unsere Höfe, unsere Dorfkultur, unsere bäuerliche Kultur.
Eigentlich, Herr Landwirtschaftsminister Schmidt, wäre das auch ihre Aufgabe.
Aber wo sind Sie denn, wo stehen Sie?
Letztendlich reduziert sich diese Auseinandersetzung auf die
Banküberfall-Frage: Geld oder Leben?
Ich fordere alle politischen Entscheidungsträger auf: Entscheiden sie sich für das Gemeinwohl und für das Leben! Entscheiden sie sich gegen die Allmacht des Geldes und gegen TTIP!

Dankeschön

Rede von Franz Haeussler
Hier der Link zu zu der “Fotostrecke” von Konrad Sedding
→ Hier die Fotostrecke der SWP
→ Hier der Beitrag aus der SWR-Landesschau 18. April
→ Hier die Fotostrecke von Spiegel Online
Hier die Neu-Ulmer Zeitung “Signale in Richtung New York”
Hier die SWP “TTIP treibt Tausende auf die Straße”
Hier die SWP “1200 protestieren in Ulm gegen TTIP”

 

Weiterlesen

“WIR HABEN ES SATT” die fünfte… (17. Jan. 2015 Berlin)

20 Landwirte und Konsumenten aus unserer Region waren wieder dabei:
50 000 Menschen fordern den Stopp von Tierfabriken, Gentechnik und TTIP –
Bauern und Verbraucher gehen vereint für eine Agrarwende auf die Straße.
Hier der 2stündige Filmbericht auf youtube
→ Hier weiterlesen mit den Kurzbeiträgen der Redner und Links zu Videos u.a.
→ Hier der Link zu “unseren” Fotos von Konrad Sedding
Hier der leider textlich veränderte SWP-Bericht – mit Foto!: SWP 20.01.2015
→ Hier der ursprüngliche Pressebericht für die regionalen Medien PM Stoppt Tierfabriken
→ Hier Konrads Bericht für die Blausteiner Nachrichten